FÜHLEN SIE SICH ABGESPANNT?

Als Kiefergelenkserkrankungen werden unterschiedliche Fehlfunktionen des Kiefergelenks bezeichnet. Sie werden auch unter der Bezeichnung craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) zusammenfasst. Erkrankungen der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur können vielfältige Ursachen haben. Unser Kauapparat ist eins der sensibelsten Systeme unseres Körpers. Mit seinen hochkomplexen knöchernen, muskulären und nervlichen Strukturen ist er mit dem gesamten Körper verbunden, sodass sie sich sogar gegenseitig beeinflussen und bei Fehlregulationen zu Kiefergelenkserkrankungen führen können.

Fehlfunktionen des Kiefergelenks können sich als Schmerzen im Wangen- und Augenbereich, eingeschränkter Kieferöffnung, Zähneknirschen, Sprachproblemen, Migräne, Kopf- und Gliederschmerzen, Ohrenschmerzen und Tinnitus, Nackenverspannungen, verhärteter Muskulatur, Blockaden der Wirbelsäule, Schluckbeschwerden, Schulterschmerzen bis hin zu Schwindel, Konzentrationsschwäche, Übermüdung und Schlafstörungen auswirken.

Der Grundgedanke bei der Behandlung von CMD ist eine schonende und reversible Vorgehensweise. Dabei werden von uns wissenschaftlich anerkannte Therapiekonzepte eingesetzt. Mittels der Funktionsanalyse untersuchen wir den Gesundheitszustand Ihres Kauorgans. So werden zum Beispiel der Kiefer ertastet und vermessen. Bei dem Vorliegen einer Kiefergelenkserkrankung fertigen wir eine individuelle Aufbissschiene an mit deren Hilfe das Zusammenbeißen der Zahnreihen entkoppelt und somit das Kiefergelenk zunächst entlastet wird.

Sind die akuten Symptome erst einmal gelindert oder gänzlich beseitigt, folgt zumeist die interdisziplinär ausgerichtete Behandlung, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt, Physiotherapeuten und Osteopathen. Wesentlich für die nachhaltige CMD Behandlung ist das Abklären der Ursache, wobei die ganzheitliche Sicht auf den Patientenbefund immer im Vordergrund stehen muss.